Stephan Schönenberger, Prorektor, Mathematik

Meine Schulzeit verbrachte ich in St.Gallen. Nach drei Jahren Oberstufe wagte ich den Sprung ans Gymnasium. Eigentlich schwebte mir eine Lehre als Chemielaborant vor. Nach einer Schnupperlehre sagte man mir, ich solle besser an ein Gymnasium, um Chemie zu studieren. Dieser Hinweis hat meinen Lebensweg massgeblich geprägt.

Beim Interesse an Chemie ist es aber nicht ausschliesslich geblieben, denn um Chemie zu verstehen und zu begreifen, musste ich mich immer mehr mit der Mathematik befassen. Eine neue Leidenschaft entstand und ist geblieben. Auch wenn meine Mitmenschen gelegentlich staunen, denn rechnen kann ich eigentlich nicht. Ich bin Topologe – ich rechne lieber mit Räumen, weniger mit Zahlen. Gelernt habe ich das zunächst an der ETH in Zürich, vor allem aber an der UPenn in Philadelphia.

In den letzten zwanzig Jahren gab ich meine Leidenschaft an Schülerinnen und Schüler und an Studierende weiter. Mathematik nicht nur selbst zu verstehen, sondern für andere verstehbar zu machen, stellt mich immer wieder vor neue Herausforderungen. Über die Vielfalt in meiner neuen Arbeit als Prorektor freue ich mich sehr. Ich komme mit vielen verschiedenen Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und Fachkulturen zusammen und erlebe diesen Austausch als Ergänzung zu meinem bisherigen Berufsalltag.

Mit unseren beiden Söhnen verbringe ich meine Freizeit gerne auf dem Bike, dem Surfbrett oder auf dem Basketballplatz.

Stephan Schönenberger
(Bilder: Stephan Schönenberger)