Interview mit Nurhayat Tok, Service-Mitarbeiterin in unserer Mensa

Schön, dass wir uns für das Gespräch etwas Zeit nehmen können – über Mittag ist es ja immer sehr hektisch.

Wie empfindest du deine Arbeit hier am Lee?

Mir gefällt es gut hier. Es ist angenehm, die Jugendlichen und Lehrpersonen als Kund:innen zu haben. Ich schätze die offene Kommunikation. Passiert mir in der Hektik einmal ein Fehler an der Kasse, weil ich gleichzeitig die Menüs herausgebe und einkassiere, stellt das in der Regel kein Problem dar. Es findet sich immer eine Lösung. Dieses Wohlwollen empfinde ich als sehr angenehm. Ebenso hilft es, wenn wir von den Gästen Rückmeldungen, Meinungen und Wünsche bekommen – je nachdem lassen sich diese dann umsetzen.

Erzähl uns etwas von deinem Leben und Werdegang – eine Kurzfassung! Wie bist du hier im Lee gelandet?

Zusammen mit meinem Mann und meinen Kindern lebe ich in Winterthur. Während zwölf Jahren führten wir den TechPoint, ein Kebab-Geschäft an der Technikumstrasse. Das war eine sehr intensive Zeit. Am Ende war es zu viel für uns. Besonders mein Mann litt auch psychisch unter der Belastung und dem Stress. Wir haben deshalb beschlossen, uns neu zu orientieren, eine Pause zu machen. Über das RAV und mit Glück bin ich nun hier ans Lee gekommen. Das war zur Zeit des Umbaus. Ich mag die Struktur, die mir diese Arbeit nun gibt, die regelmässigen Arbeits- und Ferienzeiten erleichtern die Planung des Familienlebens sehr!

Beruflich ist es für mich eine neue Erfahrung hier. Als ich als 19-Jährige aus der Türkei in die Schweiz kam, arbeitete ich zunächst während zehn Jahren für Coop, danach im Kebab-Geschäft. Der rote Faden ist so gesehen der Umgang mit Kund:innen im Lebensmittelbereich. Mir gefällt es jetzt, es fühlt sich an wie ein «richtiger» Job.

Was würdest du ändern, wenn du Chefin der Mensa wärst?

Nicht viel, ich würde ähnlich weitermachen. Es funktioniert gut. Ich könnte Wünsche von Schüler:innen und Lehrpersonen aufnehmen und würde versuchen, beliebte Menüs anzubieten, zum Beispiel Pizza und Kebab. Da kenne ich mich aus. (schmunzelt) Das brächte Abwechslung in den Speiseplan – und die Jugendlichen haben es gerne.

Vielen Dank für das Gespräch.

 
Das Interview führte Raphael Sigrist.

(Porträt: Raphael Sigrist)